Auf diesem Blog schreiben wir News ueber unsere Studienzeit in Sydney vom 1.7.07 - 1.7.08 - Viel Spass! Role & Micha

Montag, 19. Mai 2008

Herbst in Manly

Nachdem wir heute morgen frueh unser Auto einer chilenischen Familie verkauft haben, machen wir uns per Bus auf dem Weg nach Manly. Trotz Herbstwetter liegen noch viele Leute am Strand und ein paar Mutige schwimmen sogar im Meer. Uns ist es aber definitiv zu kuel fuer das Wasser und wir decken uns zuerst einmal mit feinen „Pain au Chocolat“ in der „European Backery“ ein. Nach einer muehsamen Uniwoche goennen wir uns das Nichts-tun am Strand und geniessen die womoeglich letzten warmen Tage in Sydney. Es ist jetzt schon sehr herbstlich: die Blaetter liegen am Boden und am Abend ist es bereits gegen 17h dunkel.

Montag, 12. Mai 2008

Rugby Australia - New Zealand

Obwohl wir die Spielregeln noch nicht richtig verstehen und grundsaetzlich der Meinung sind, dass es nur chaotisch zu und her geht auf den Spielfeld, besuchen wir ein Rugbygame. Und nicht nur irgendeins, sondern das Spiel zum 100-Jaehrigen Begegnungs-Jubilaeum zwischen Neuseeland und Australien. Wie es sich in Australien gehoert, trifft man sich zuerst einmal mit den Leuten im Pub und nimmt „liquid food“ zu sich. Dann gegen 20h stroemen alle, noch ganz gesittet, ins Cricket Ground Stadion (obwohl dort heute tatsaechlich Rugby gespielt wird) und besetzten den groessten Teil der 40'000 Sitzplaetze. Die Zuschauer decken sich mit Bier und Wuerstchen ein (scheint die globale Verpflegung an Sportgrossveranstaltungen zu sein!) und die Mannschaften stellen sich auf. Neuseeland, ganz traditionell, veranstaltet einen so genannten „Haka“ – das ist ein traditioneller Kriegstanz, der offenbar vor jedem Spiel abgehalten wird – ganz eindruecklich. (siehe: Maori Haka)
Das Spiel ist wie erwartet chaotisch, Australien ist schnell massiv im Vorsprung und gewisse Zuschauer geraten sich, ganz nach angelsaechsischem Muster, auch bald in die Haare. Klar, dass die Schlaegereien in den Tribuenen fuer viele spannender sind als das eigentliche Spiel. Australien gewinnt dann auch haushoch und zu guter Letzt sprintet dann noch ein „Flitzer“ ueber das Feld (der es offenbar bis in den Berner „Bund“ geschafft hat). Alles in allem war es ein gelungener Abend, obwohl wir nicht sehr viel vom Spiel selber mitbekommen haben.

Mittwoch, 23. April 2008

Tropical Queensland

In Sydney wird es langsam aber sicher Herbst und so beschliessen wir den Sommer noch ein bisschen zu verlaengern. Unsere Destination sind die so genannten „Wet tropics“ im hohen Norden von Queensland. Temperaturen um die 30 Grad, Regenwald soweit das Auge reicht und herrliche Palmen-Straende – eine durchaus angenehme Uni-Alternative. In Cairns legen wir uns erst einmal todmuede (von den vielen Essays und Gruppenarbeiten) an die kuenstliche Lagune und doesen vor uns hin. Schon bald aber beginnt das Dschungel-Abenteuer. Zuerst werden wir darauf aufmerksam gemacht, dass praktisch alles was lebt giftig oder zumindest gefaehrlich ist: im Regenwald lauern dornige Pflanzen, angriffige Voegel, giftige Schlangen und gierige Blutegel. An Baden im Fluss ist wegen den hungrigen Krokodilen nicht zu denken und das Meer sollte man aufgrund der toedlichen Quallen auch meiden. Wir sind froh, dass in unserem luftigen Haus (ohne Fenster, dafuer mit Dusche im Freien) mitten im Regenwald „nur“ ein paar giftige Spinnen als Mitbewohner hausen. Nach ein paar Tagen am abgelegenen Cape Tribulation gehen wir gerne wieder in die Zivilisation zurueck. Port Douglas ist ein herrlicher Ferienort mit einem umwerfenden Palmenstrand, wie auf Kalenderfotos. Wir geniessen die netten Cafés, die tollen Aussichten und das warme Meer (hier gibts ein quallensicheres Netz) – und sind uns einig, dass ist Down Under von der besseren Seite.

Montag, 7. April 2008

Red Bull Flugtag

Vor ueber 50‘000 Zuschauern und vor spektakulaerer Kulisse (Sydney Oper und Harbour Bridge) stuerzten sich mutige Piloten mit ihren Fluggereaten ueber eine 7 meter hohe Rampe ins Meer. Originalitaet, Kreativitaet und die Gleitleistung wurden bewertet. Die Fluggeraete waren zum Teil sehr lustig und die Darbietungen der Piloten entsprechend witzig, aber fliegen tat keiner so richtig. Trotz Red Bull und den verleihten Fluegeln, schaffte es keiner ueber 12 Meter, weit entfernt von der 60m Weltrekordmarke. Dieses unterhaltsame Spektakel wurde zum ersten Mal in Sydney durchgefuehrt und stiess bei den Aussies auf Begeisterung - auch wenns nur Red Bull statt Bier gab ;-)

Dienstag, 11. März 2008

Long weekend on the beach

Wenn man keine Erwartungen hat, wird man meisten positiv ueberrascht. Und genau so war es am letzten Weekend: wir haben das Auto gepackt und sind ca. 200km Richtung Norden zu einem recht bekannten Ferienort gefahren und haben eigentlich nur auf gutes Wetter gehofft. Rund um Nelson Bay am Port Stephens gab es aber nicht nur Sonnenschein sondern auch Australiens groesste Sandduenen, glasklare Straende und herrliche Aussichten. Ein menschenleerer Strand war direkt vor der Haustuer unseres Appartments, so dass wir jeweils noch vor dem Fruehstueck ein Bad nehmen konnten – einfach super!
Und einmal auf den Duenen, war man nur noch von Sand umgeben, wie in der Sahara. Nach der Wuestenexpedition ging es dann noch auf einen kleinen „Hoger“ (immerhin 161m hoch!), von welchem wir eine perfekte Aussicht geniessen konnten.

Aber auch in Sydney geht es uns ganz gut. Obwohl es bereits Herbst ist, gehen wir fast taeglich an den Stand und geniessen die letzten warmen Tage!

Sonntag, 24. Februar 2008

Heisser Ferienabschluss im Red Centre

Wir nehmen unsere letzte Ferienwoche vor Unibeginn in Angriff und machen einen Abstecher ins so genannte Red Centre. Mit 4x4 und Swag (so eine Art australischer Schlafsack) ausgeruestet beginnen wir unsere Tour in Alice Springs. Zuerst geht es zum Uluru (Ayers Rock), der ist im Sonnenuntergang tatsachlich am schoensten, dann zu den Olgas. Temperaturen von ueber 42 Grad bringen die Klimaanlage im Auto wie auch uns ein bisschen an den Anschlag. An wandern ist nur vor 10h morgens oder wieder gegen Abend zu denken, tagsueber liegen wir im Pool und verstecken uns im Schatten. Frueh aufstehen ist fuer uns aber ohnehin kein Problem: Ameisen, Vollmond, Staub und am Schluss auch noch ein Gewitter machen die Naechte kuerzer als uns lieb ist. Trotzdem, wir sind fasziniert vom Red Centre, erstaunt ueber die relativ gruene Natur und begeistert von den Felsformationen. Dank Roles 4x4 Fahrkuensten schaffen wir es sogar ins eher unzugaengliche Palm Valley, wo man die Ueberreste eines ehemaligen Regenwaldes bewundern kann - in dieser doch sehr trockenen Gegend eine Einmaligkeit.
So, nun sind unsere Semesterferien endgueltig vorbei, wir hoffen jedoch an den Wochenenden noch ein bisschen mehr entdecken und unternehmen zu koennen.

Montag, 18. Februar 2008

Paragliding XC Open Manilla

Waehrend Micha mit ihren Eltern die Suedkueste von Phillip Island bis zur Great Ocean Road bereiste, traf sich Role in Manilla mit 100 anderen Gleitschirmpiloten aus der ganzen Welt zu den Streckenflug-Meisterschaften. Seitdem eine Pilotin im 2007 in eine Gewitterwolke geflogen ist und erstaunlicherweise, Blitz, Kaelte und Sauerstoffmangel auf einer Hoehe von ueber 9500 m.u.M. ueberlebt hat, ist Manilla bei Gleitschirmpiloten ein Begriff.
Bei uns gings nie so hoch :-) - die Wetterlagen liessen eine maximale Wolkenbasis von nur 1500 bis 2000 m.u.M zu. Zudem verschlechterten sich die Flugbedingungen wegen Regen und starken Winden, so dass die Thermikentwicklung teils nur maessig war.
Einigen Piloten gelangen trotz den erschwerten Bedingungen interessante Fluege. Leider zwang mich ein Magenvirus zu einem Grounding. (1 Tag gar nicht fliegen und 2 mal Flug abbrechen)
Dank Antibiotika und Bananenkur gelang mir aber am letzten Tag dennoch ein unvergesslicher Flug ueber den australischen Outback.
Eine tolles Erlebnis mit den Adlern zu kreisen und teils in nur 10 Meter ueber Grund, schon fast zur Landung angesetzt, wieder in einen Thermikschlauch auf 2000 Meter an die Wolkenbasis aufzusteigen.

Freitag, 1. Februar 2008

Highlights von Australien

Der letzte Reiseabschnitt im Zelt (nach 9 Wochen!) war von Melbourne nach Sydney. Auf der Strecke gab es einige nette Straende und Buchten, aber bis kurz vor Sydeny war uns das Wasser noch ein bisschen zu kuehl. Wassertemperaturen von um die 15 Grad sind kein wirkliches Vergnuegen. Die Kueste hier ist eher ruhig und die Australier beschaeftgen sich in den Ferien vor allem mit Fischen (diesen Sport haben wir bis anhin noch ausgelassen).
So, und nun sind wir wieder, zumindest fuer ein paar Tage, zurueck in Sydney bevor wir noch die letzten 3 Wochen Ferien in Angriff nehmen werden. Auf dem Programm stehen fuer Role Gleitschirmfliegen, fuer Micha herumreisen mit den Eltern und Ende Februar geht es noch gemeinsam ins Red Centre (Alice Springs - Ayers Rock).
Hier klicken fuer ein paar Foto-Highlights unserer Reise

Mittwoch, 23. Januar 2008

Australian Open Melbourne

Wir mussten zurueck nach Melbourne, da wir einen Termin mit Roger Federer hatten. Nun gut, wir waren nicht die einzigen im Rod Laver Stadion ;-)
Ganz Melbourne ist im Tennis-Fieber und wir wurden umgehend davon angesteckt. Die Atmosphaere in der Stadt und bei den Courts ist genial. Waehrend sich die Australier bereits von Hewitt verabschieden mussten, hoffen wir natuerlich auf Roger und feuern ihn kraeftig an. Wenn alles klappt, koennen wir ihn im Semifinal noch einmal life sehen. Bis dahin verfolgen wir die Spiele auf Grossleinwand auf dem Federation Square und geniessen die Stadt mit ihren zahlreichen Cafés und netten Restis. Melbourne hat viel an Kunst, Kultur und Charme zu bieten und gefaellt uns abgesehen vom kuehleren Klima auch fast besser als Sydney.

Samstag, 19. Januar 2008

Top of Tasmania

Nun haben wir die Berge doch noch gefunden – zwar ist der Gipfel des Cradle Mountain auf nur 1600m, aber dennoch war der Aufstieg anstrengend und anspruchsvoll. Die letzten paar Meter waren nur mit Klettern zu bewaeltigen und somit war es auch nicht erstaunlich, auf dem Gipfel mehr Schweizer als Australier zu treffen.
Das ganze Gebirge mit den vielen Seen ist ein schoener Nationalpark und der Cradle Mountain gilt als Wahrzeichen von Tasmanien. Bis auf den Platypus haben wir auch fast alle bekannten australischen Wildtiere gesehen: Wallabie, Kangaroo, Wombat, Possum, Echidna, Tasmanian Devil, und natuerlich Koalas. Die 9 Tage in Tasmanien haben sich nicht zu letzt auch dank dem untypisch guten Wetter auf jeden Fall gelohnt.

Mittwoch, 16. Januar 2008

Tasmaniens Ostkueste


Bevor wir in den Bergen wandern gehen, erkunden wir die Ostkueste und besichtigen die Bay of Fires und die Wineglass-bay. Die Landschaft ist zwar wunderschoen, aber extrem trocken und so hat es viele Buschfeuer. Nach der Uebernachtung am Strand bei St. Helen, nur 10km weg vom Feuer, hatten unsere Pyjamas den 'Real Aussie BBQ taste' :-)
Geschmacklich hat aber Tasmanien weit mehr zu bieten - so geniessen wir seit langem wieder mal richtig guten Kaese.

Sonntag, 13. Januar 2008

Von Melbourne nach Grindelwald ...


... und dies in nur 2 Stunden. Nach einem kurzen Flug von Melbourne, nehmen wir in Tasmanien unser gemietetes Camper-Busli entgegen. Nach 7 Wochen Zeltboden, goennen wir uns diesen Upgrade fuer 9 Tage. Die erste Nacht verbringen wir in der Naehe von Grindelwald, einem kuenstlich angelegten Feriendorf. Bei dieser australischen Version gibt es an Stelle von Bergen einen Golfplatz und statt Fondue ist Fish + Chips auf der Menukarte.

Mittwoch, 9. Januar 2008

Great Ocean Road

An der suedlichen Kueste ist es kuehler als wir es uns vorgestellt haben, auf jeden Fall haben wir wieder die warmen Schlafsaecke ausgepackt. Nach den duerren und fuer Australien wohl typischen Landschaften in South Australia gehts direkt an die Great Ocean Road. Hier herrscht dann auch Hochbetrieb: ueberall Touris und Reisebusse. Doch wir verstehen auch warum, der Ausblick auf die zerklueftete Kuestenlandschaft ist wirklich ueberwaeltigend. Ein ganzer Kuestenabschnitt besteht aus farbigen, von Meer und Wind „zerfressenen“ Felsbloecken. Von der Strasse fuehren unzaehlige Abstecher zu sogenannten Lookouts, wo man die Felsen und das dramatische Meer von Nahem bestaunen kann. Morgen geht es auf der Great Ocean Road noch ein wenig weiter und Ende Woche werden wir von Melbourne aus bereits nach Tasmanien fliegen.

Samstag, 5. Januar 2008

Barossa-Valley

Zurueck in der Zivilisation goennen wir uns guten Kaffee und dem Auto 2 neue Pneus.
Im Barossa Valley koennen wir den Weindegustationen nicht wiederstehen und staunen ueber die Groesse der Weingueter wie die bekannten Wolf Blass, Jacobs Creek, Penfolds und Peter Lehmann. 25% des australischen Weines stammt aus dieser Region. Hier spuert man den deutschen Einfluss, denn die Doerfer haben etwas mehr Charme, die Haeuser mehr Stil und auch die Menues hier sind europaeischer. Das Barossa Valley lohnt sich nicht nur wegen dem Wein, sondern ist auch Landschaftlich sehr schoen. Na dann Prost ;-)

Freitag, 4. Januar 2008

Mungo Nationalpark

Von Broken Hill gings ueber 200 km Sandpiste in den Mungo Nationalpark, vorbei an ausgetrockneten Seen, ein paar Emus und Kangaroos, jedoch ohne einem anderen Fahrzeug zu begegnen. Im Nationalpark stellen wir unser Zelt auf, auch hier weit und breit keine Menschenseele. Die vom Wind erodierten Duenen bilden eine wunderschoene skurile Landschaft, doch die Hitze, hier ueber 45 Grad ist erdrueckend. Beim Nachtessen belaestigen uns die Fliegen, 15 Viecher gleichzeitig im Gesicht, das ist richtiges Outbackfeeling ;-)
In der Nacht fuellt der Wind unser Zelt mit Staub und rotem Sand, so dass wir frueh morgens beschliessen unsere Outback-Tour zu beenden. Wir verlassen Duerre, Staub, Sand und nervige Fliegen und fahren weitere 120 km Dirtroad Richtung Barossa Valley.

Mittwoch, 2. Januar 2008

Opalsuche im Outback


Das neue Jahr beginnen wir mit einer Fahrt in den Outback auf einer mehr oder weniger geraden 650 km langen Strecke. Wir passieren immerhin 3 Doerfer und 1 Roadhouse. In der Opal-Graeber-Stadt White Cliffs (200 Einwohner) uebernachten wir im originellen Untergrundhotel und besichtigen die Minen. Opale finden wir jedoch keine mehr. Weiter gings nach Broken Hill und zur Geisterstadt Silverton, welche unzaehlige Male als Filmkulisse diente (z.B. Mad Max).Bei 42 Grad machen wir jedoch keine grossen Spruenge mehr und erfrischen uns im beruehmten Silverton-Pub.